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Study: Medicinal Cannabis Significantly Reduces Pain in Endometriosis Patients
NewsMarch 14, 2026

Studie: Medizinisches Cannabis reduziert Schmerzen bei Endometriose-Patienten erheblich

Eine 12-wöchige Studie aus Neuseeland ergab, dass CBD-Öl Beckenschmerzen um über 30% reduzierte und die Lebensqualität von Frauen mit Endometriose verbesserte.

Endometriose ist eine chronische Entzündungserkrankung, bei der sich Gewebe ähnlich der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ausbreitet, was oft starke Beckenschmerzen, Müdigkeit und verminderte Fruchtbarkeit verursacht. Schätzungen zufolge sind weltweit bis zu eine von neun Frauen im gebärfähigen Alter von dieser Erkrankung betroffen, doch aktuelle Behandlungen bieten häufig unvollständige Symptomlinderung und können erhebliche Nebenwirkungen haben.

Eine neue Studie unter der Leitung von Forschern der University of Otago in Wellington, Neuseeland, hat herausgefunden, dass medizinisches Cannabis Schmerzen bei Endometriose-Patienten sinnvoll lindern und die Lebensqualität verbessern kann. Die Ergebnisse, veröffentlicht in der Zeitschrift BMC Complementary Medicine and Therapies, stellen die erste prospektive Kohortenstudie zu medizinischem Cannabis für Endometriose-bedingte Schmerzen dar, die in Neuseeland durchgeführt wurde.

Wie die Studie funktionierte

Das Forschungsteam unter der Leitung von Dr. Claire Henry aus dem Department of Surgery and Critical Care rekrutierte 28 Teilnehmer im Alter von 18 bis 50 Jahren, die chirurgisch oder klinisch mit Endometriose diagnostiziert worden waren. Jedem Teilnehmer wurde Cannabidiol (CBD)-Öl, entweder allein oder in Kombination mit getrockneter Cannabisblüte, für einen Zeitraum von drei Monaten verschrieben. Medizinisches Cannabis ist in Neuseeland auf Rezept legal.

Die Teilnehmer dokumentierten wöchentliche Schmerzwerte auf einer numerischen Skala von 0 (kein Schmerz) bis 10 (schlimmster vorstellbarer Schmerz). Sie füllten auch zu Beginn und Ende des 12-Wochen-Zeitraums einen Endometriosis Health Profile-Fragebogen (EHP-30) aus, um ihre allgemeine gesundheitsbezogene Lebensqualität zu messen. Siebzehn Teilnehmer wurden am Ende der Studie interviewt, um ihre Erfahrungen ausführlicher zu teilen.

Signifikante Schmerzreduktion

Die Ergebnisse waren ermutigend. Die Gesamtbeckenschmerzwerte sanken von durchschnittlich 5,4 auf 3,7, eine Reduktion von mehr als 30%. Der Schweregrad der stärksten Schmerzen, die die Teilnehmer erfuhren, sank von 7,6 auf 5,3. Der mittlere Gesamtwert des EHP-30, der die umfassendere Auswirkung der Endometriose auf das tägliche Leben misst, sank signifikant von 68,8 auf 37,4, was eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität anzeigt.

Medizinisches Forschungslabor mit Glasflaschen und wissenschaftlicher Ausrüstung

Teilnehmer berichteten auch von verbessertem Schlaf und verringerter Angst, wobei die Vorteile in diesen Bereichen einen fast gleich großen Effekt auf ihre Lebensqualität hatten wie die Schmerzreduktion selbst. Während des Studienzeitraums wurden nur wenige Nebenwirkungen gemeldet, und die Teilnehmer nahmen Cannabis im Allgemeinen als sanftere Alternative zu traditionellen Schmerzmitteln wahr.

Lebensverändernd für einige Patienten

Obwohl CBD nicht für jeden funktionierte, war die Auswirkung für einige Teilnehmer tiefgreifend. Ein Teilnehmer berichtete davon, sich darauf vorbereitet zu haben, nach drei Jahren Abwesenheit wegen der Schwere ihrer Erkrankung wieder in den Beruf zurückzukehren. Ein anderer sagte, dass sein Gesundheitszustand sich so sehr verbessert hatte, dass er anfing, ein Baby bekommen zu versuchen.

Mehrere Teilnehmer berichteten, dass sie sich zuvor auf opioidbasierte Schmerzmittel wie Tramadol verlassen hatten, aber festgestellt hatten, dass die Linderung inkonsistent war und die Nebenwirkungen wie Übelkeit, Schwindel und Müdigkeit schwer zu handhaben waren. Die Studie ergab, dass CBD als Angebot einer konsistenteren Linderung mit weitaus weniger Nebenwirkungen wahrgenommen wurde.

Warum das wichtig ist

Zu den aktuellen Behandlungsmöglichkeiten für Endometriose gehören Schmerzbehandlung durch Analgetika, Hormonmedikamente und Chirurgie. Die Patientenzufriedenheit mit diesen Ansätzen ist jedoch oft gering, und viele Frauen leiden weiterhin unter lähmenden Symptomen trotz Behandlung. Frühere Querschnittsstudien haben gezeigt, dass eine signifikante Anzahl von Endometriose-Patienten bereits Cannabis verwendet, oft illegal, um ihre Symptome zu bewältigen.

Diese Studie trägt zu einer wachsenden Evidenzbasis bei, die darauf hindeutet, dass medizinisches Cannabis als wertvolle adjuvante Therapie für Endometriose-bedingte Schmerzen dienen könnte. Die Forscher betonten, dass Cannabinoide wie THC und CBD in der wissenschaftlichen Literatur anti-entzündliche, analgetische und angstlösende Eigenschaften gezeigt haben und dass das Endocannabinoid-System möglicherweise eine Rolle bei Endometriose spielen könnte, obwohl weitere Forschung erforderlich ist, um diese Beziehung vollständig zu verstehen.

Was kommt als Nächstes

Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass ihre Ergebnisse die Notwendigkeit größerer, kontrollierter Studien unterstützen, um die Sicherheit, Wirksamkeit und langfristigen Ergebnisse von medizinischem Cannabis als Behandlungsoption für Endometriose weiter zu bewerten. Sie verwiesen auch auf anhaltende Herausforderungen im Zusammenhang mit Zugang, Dosierungsoptimierung und dem sozialen Stigma, das die Cannabis-Verwendung in einem medizinischen Kontext immer noch umgibt.

Während mehr Länder den Zugang zu medizinischem Cannabis erweitern, liefern Studien wie diese wichtige frühe Evidenz, die beeinflussen könnte, wie die Erkrankung in Zukunft behandelt wird. Für die Millionen von Frauen, die weltweit mit Endometriose leben, geht die Suche nach besseren Behandlungsmöglichkeiten weiter.

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