In what is being hailed as a milestone for cannabis normalization in Germany, discount supermarket chain Netto has started selling feminized cannabis seeds across 255 of its stores. The seeds, produced by German startup Gutmut Saatgut, went on sale on March 9 and are available in stores throughout Berlin and northeastern Germany, all the way to the Baltic coast.
It is the first time that cannabis seeds have been sold in a mainstream German supermarket. The seeds are displayed in the garden section alongside tomato, herb, and vegetable seeds, a sight that would have been unthinkable just a few years ago.
Was sich in den Regalen befindet
Für 14,99 Euro erhalten Kunden eine Packung mit neun feminisierten Samen, drei Sorten von jedem. Die Auswahl umfasst L.A. Kush Cake (Indica-dominant), White Runtz (Hybrid) und Sour Diesel (Sativa-dominant). Nach Angaben von Gutmut Saatgut wurden die Sorten in Zusammenarbeit mit Netto ausgewählt, um sowohl Anfänger als auch erfahrene Heimzüchter anzusprechen, und eignen sich für den Anbau im Innen- und Außenbereich.
Die Samen stammen aus kontrollierten Quellen mit hohen Keimungsraten und stabilen Genen, wie die Werbematerialien besagen. Netto bietet auch ein Wachstumslicht online für 129 Euro an, das speziell für Cannabispflanzen vermarktet wird.
Ermöglicht durch das Legalisierungsgesetz von 2024
Der Verkauf wurde durch Deutschlands Konsumcannabisgesetz (Cannabiskonsum-Gesetz) ermöglicht, das am 1. April 2024 in Kraft trat. Nach dem Gesetz dürfen Erwachsene in Deutschland bis zu drei Cannabispflanzen zu Hause für den persönlichen Gebrauch anbauen. Während verzehrfertige Cannabisprodukte streng reguliert bleiben, können Samen frei gehandelt werden. Sie sind nicht psychoaktiv und fallen nicht unter Deutschlands Drogengesetzgebung.
Bisher waren Cannabissamen in Deutschland hauptsächlich über spezialisierte Growshops, Online-Einzelhandelgeschäfte und internationale Anbieter erhältlich. Der Schritt in Mainstream-Supermärkte stellt eine signifikante Verschiebung dar, wie das Produkt wahrgenommen und vertrieben wird.
Die Branche feiert einen Meilenstein
Der Deutsche Cannabisverband (BvCW) begrüßte die Entwicklung und nannte sie einen Meilenstein für den Verbraucherschutz. In einer Erklärung argumentierte BvCW-Präsident Dirk Heitepriem, dass der Verkauf von Samen über vertrauenswürdige Einzelhandelskanäle dazu beiträgt, den unregulierten Schwarzmarkt zu bekämpfen und Verbraucher vor potenziell gefährlichen Zusatzstoffen zu schützen. Er forderte die Politiker auf, sich von angstgesteuerten Ansätzen abzuwenden und sich auf Richtlinien zu konzentrieren, die sich auf kontrollierte Qualität konzentrieren.
Florian Kröckel, Mitbegründer von Gutmut Saatgut, beschrieb die Supermarktplatzierung als natürlichen nächsten Schritt nach dem Legalisierungsgesetz. Er sagte, das Ziel sei es, die Cannabispflanze weiter zu entstigmatisieren und Samen in derselben transparenten, regulierten Einzelhandelsumgebung anzubieten, in der Menschen ihre anderen Gartenbedarf kaufen.
Starke Nachfrage und eine breitere Markteinführung
Die anfängliche Reaktion war stark. Berichte deuten darauf hin, dass die Samen an einigen Standorten schnell ausverkauft waren, was auf großes Verbraucherinteresse hindeutet. Netto behandelt die Markteinführung als regionalen Test, und eine landesweite Ausweitung könnte folgen, wenn die Nachfrage hoch bleibt.
Gutmut Saatgut mit Sitz in Quedlinburg in der Harzregion, einer Stadt mit einer jahrhundertealten Geschichte in der Pflanzenzüchtung, vermerkte, dass das Interesse aus einer überraschend breiten Bevölkerungsgruppe kommt. Nach Angaben des Unternehmens machen Kunden im Alter von 40 bis 70 Jahren einen erheblichen Anteil der Käufer aus, viele von ihnen erfahrene Gärtner, die neugierig sind, Cannabis zu Hause anzubauen.
Was es für Europa bedeutet
Deutschlands Cannabislegalisierung wurde in ganz Europa genau beobachtet, und das Erscheinen von Samen in Mainstream-Supermärkten sendet ein starkes Signal. Es zeigt, dass Normalisierung nicht nur ein politisches Gesprächsthema ist, sondern schnell zur kommerziellen Realität wird. Für Länder, die ihre eigene Cannabispolitik noch debattieren, einschließlich der Niederlande, die den Heimanbau noch nicht legalisiert haben, bietet das deutsche Beispiel einen Einblick darauf, wie ein regulierter Verbrauchermarkt aussehen kann.
Cannabissamen, die auf Supermarktregalen neben Basilikum und Tomaten liegen, mögen einige Käufer noch überraschen, aber es ist ein Zeichen dafür, wie schnell sich die Landschaft verändert. Was einmal auf spezialisierte Geschäfte und Online-Graumärkte beschränkt war, ist nun Teil des wöchentlichen Einkaufs.
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